RODĒNA.DE > RODĒNA Heimat- und Sachkunde Saarlouis-Roden > Laub- und Nadelbäme Heimatkunde Roden
heimatkunde.rodena.de . RODĒNA Heimatkundeverein Roden e.V. - Lebendige Rodener Heimatforschung Roden - Lebendige Rodener Heimatkunde
 
 
 
Startseite
 
heimatkunde.rodena.de
 

 
Feldulme
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Ulmus minor)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Feldulme
Bild anzeigen

Feldulme (Ulmus minor)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Ulmengewächse (Ulmaceae)
Unterfamilie: Ulmoideae
Gattung: Ulmen (Ulmus)
Art: Feldulme
Wissenschaftlicher Name
Ulmus minor
Mill.

Die Feldulme (Ulmus minor) oder Iper ist ein sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Ulmengewächse (Ulmaceae).

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Beschreibung
  • 2 Verbreitung
  • 3 Systematik
  • 4 Nutzung
    • 4.1 Inhaltsstoffe
  • 5 Ulmensterben
  • 6 Quellen
  • 7 Weblinks

Beschreibung

Bild anzeigen
Feld-Ulme (Ulmus minor), Illustration
Bild anzeigen
Ulmus minor
Bild anzeigen
Ast mit Blütenstand (Köpfchen)
Bild anzeigen
Seitenast mit spitzer Laubsprossknospe (oben) und rundlichen Blütenstandsknospen (unten)
Bild anzeigen
Blüte (in der Mitte Perigon vorne entfernt)
Bild anzeigen
Äste mit Korkleisten

Die Feldulme erreicht Wuchshöhen zwischen einem und 30 Metern. Die Zweige bilden oft auffallende Korkleisten aus. Jüngere Pflanzenteile sind rotdrüsig. Die wechselständigen Blätter besitzen 8 bis 14 Seitennerven, sind kurz zugespitzt und in der Mitte am breitesten, der Blattstiel ist 8 bis 15 mm lang und länger als die Knospen.

Die Blüte hat 3 bis 7 Staubblätter, bildet weiße Narben aus und ist häufig vormännlich. Sie wird durch den Wind bestäubt, auch die Früchte (Flügelnüsse) werden durch den Wind verbreitet. Die Blüten und die kahlen Früchte sind gestielt. Die Blütezeit ist im März und April.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.[1]

Verbreitung

Die Feldulme kommt in weiten Teilen Europas vor, ist jedoch durch das Ulmensterben im Rückgang begriffen. Außerdem hat sie Habitate auf den Kanarischen Inseln, in Nordafrika, in Kleinasien und im Kaukasus.

Die Feldulme kommt sowohl im Tiefland als auch in den kollinen Höhenlagen vor. Sie bevorzugt teils überflutete Laub- oder Mischwälder, ist nährstoff- und kalkliebend. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Querco-Ulmetum aus dem Verband Alno-Ulmion, kommt aber auch in Gesellschaften der Ordnung Quercetalia pubescenti-petraeae, des Verbands Carpinion oder Berberidion vor.[1]

Systematik

Synonyme für Ulmus minor Mill. sind: Ulmus campestris L. nom. ambig., Ulmus campestris var. umbraculifera Trautv., Ulmus carpinifolia Gled., Ulmus carpinifolia var. suberosa (Moench) Rehder, Ulmus carpinifolia var. umbraculifera (Trautv.) Rehder, Ulmus foliacea Gilib. nom. inval., Ulmus foliacea var. suberosa (Moench) Rehder, Ulmus foliacea var. umbraculifera (Trautv.) Rehder, Ulmus glabra var. suberosa (Moench) Gürke, Ulmus nitens Moench, Ulmus suberosa Moench.

Folgende Unterarten oder Varietäten werden unterschieden:

  • Ulmus minor subsp. angustifolia (Weston) Stace (Syn.: Ulmus minor var. cornubiensis (Weston) R.H.Richens)
  • Ulmus minor subsp. minor (Syn. Ulmus carpinifolia Gled.)
  • Ulmus minor var. plotii (Druce): (Syn.: Ulmus plotii Druce): Endemit in England.
  • Ulmus minor subsp. sarniensis (C. K. Schneid.) Stace: Lokalendemit auf den Kanalinseln und in Frankreich. Wird in weiten Teilen Großbritanniens kultiviert.
  • Ulmus minor var. vulgaris (Aiton) R.H.Richens: Beheimatet in England, Italien und Spanien. (Syn.: Ulmus procera Salisb.).

Nutzung

Die Blätter wurden im Mittelalter als Futter für Schafe verwendet. Die Borke wurde früher arzneilich genutzt. Das Holz hat eine schöne Maserung und wurde früher oft für Drechselarbeiten und Intarsien genutzt. Seit dem Ulmensterben wird aber das Holz kaum noch wirtschaftlich genutzt.

Inhaltsstoffe

Der eingekochte Sud der Feldulmenrinde wurde früher unter anderem gegen Durchfall verordnet. Er enthält Schleimstoffe, Gerbstoffe, Phlobaphene und Phytosterine.[2] Das Phloem der Pflanze enthält außerdem Stoffe, die den Antioxidantien ähnlich sind.[3]

Ulmensterben

In weiten Teilen Europas ist der Baum durch das Ulmensterben, durch den Pilz Ophiostoma (novo-) ulmi verursacht, stark gefährdet. Ältere Bäume ab einem Stammdurchmesser von ca. 15 cm werden bevorzugt befallen. Die geschädigten Bäume treiben aber wieder aus. So findet man fast nur noch jüngere Pflanzen. Feldulmen können 600 Jahre alt und 40 m hoch werden. Die Feldulme wird auch heute noch häufiger zur Anlage von Hecken angepflanzt und stark beschnitten. Hier kommen jedoch fast ausschließlich in Holland gezüchtete Varianten zum Einsatz, die meist vegetativ durch Wurzelsprosse vermehrt werden.

Es existieren resistente Sorten, die nach den Phytopathologinnen Christine Buisman (1900 – 1936) und Bea Schwarz (1898 – 1969) benannt wurden, die die Ursache des Ulmensterbens entdeckt haben.[4]

Quellen

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 319.
  2. H. P. T. Ammon (Ed.): Pharmazeutisches Wörterbuch. De Gruyter, Berlin 2004. ISBN 3-11-017475-8, S. 1552.
  3. W. Feucht u. a.: Localization and quantitative determination of catechins and proanthocyanidins in the phloem of elm and cherry. Tree Physiol. 1992 Mar;10(2):169-77. PMID 14969867
  4. Epidemiology. DutchElmDisease.org (englisch).

Weblinks

Bild anzeigen Commons: Feldulme – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  • Feldulme. In: FloraWeb.de.
  • Steckbrief und Verbreitungskarte für Bayern. In: Botanischer Informationsknoten Bayerns.
  • Ulmus minor Mill. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am 4. Oktober 2015.
  • Verbreitung auf der Nordhalbkugel
  • Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)

 


Dieser Text stammt aus der Wikipedia. Bitte bearbeiten Sie ihn dort, damit die Änderungen allen zu Gute kommen. Danke.

Zum Bearbeiten öffnen | Versionsgeschichte des Artikels | Lizenzbestimmungen der Wikipedia

 

 


Dieser Text stammt aus der Wikipedia. Bitte bearbeiten Sie ihn dort, damit die Änderungen allen zu Gute kommen. Danke.

Zum Bearbeiten öffnen | Versionsgeschichte des Artikels | Lizenzbestimmungen der Wikipedia

 

 

Laubbäume

Laubbäume | Buchen | Fagus sylvatica | Carpinus betulus | Ostrya carpinifolia | Eichen | Quercus robur | Quercus petraea | Quercus pubescens | Quercus rubra | Quercus cerris | Ahorne | Ahornsirup | Acer platanoides | Acer pseudoplatanus | Acer campestre | Platanen | Ahornblättrige Platane | Eschen | Fraxinus excelsior | Fraxinus ornus | Birken | Betula pendula | Betula pubescens | Linden | Tilia cordata | Tilia platyphyllos | Pappeln | Populus nigra | Populus alba | Populus tremula | Edelkastanie und Rosskastanie | Castanea sativa | Aesculus | Aesculus hippocastanum | Ulmen | Ulmus minor | Ulmus laevis | Ulmus glabra | Erlen | Alnus glutinosa | Alnus incana | Weiden | Salix alba | Trauerweide | Salix viminalis | Salix caprea | Salix purpurea | Salix fragilis | Salix pentandra | Haseln | Corylus colurna | Walnussgewächse | Juglans regia | Weißdorn | Crataegus monogyna | Crataegus laevigata | Mehlbeeren | Sorbus aria | Sorbus aucuparia | Sorbus domestica Speierling | Sorbus torminalis Elsbeere | Maulbeeren | Morus nigra | Morus alba | Apfelbäume | Malus sylvestris | Malus domestica | Apfelsorten | Birnbäume | Gute Luise | Williams Christ | Forellenbirne | Pyrus pyraster | Steinobstgewächse | Mespilus | Prunus armeniaca | Prunus avium | Prunus cerasifera | Prunus cerasus | Prunus domestica | Zwetschge | Prunus persica | Prunus padus | Prunus serotina | Prunus spinosa | Prunus mahaleb | Mahlab | Holunder | Sambucus nigra | Robinien | Robinia pseudoacacia | Sonstige Laubbaumarten | Hippophae rhamnoides | Cytisus scoparius | Cydonia oblonga | Frangula alnus | Eingeführte Laubbaumarten | Syringa | Liriodendron tulipifera | Magnolien | Tulpen-Magnolie | Immergrüne Magnolie | Gurken-Magnolie | Ginkgo biloba

Nadelbäume

Nadelbäume | Kiefern | Pinus nigra | Pinus mugo | Pinus sylvestris | Pinus cembra | Tannen | Abies alba | Abies nordmanniana | Fichten | Picea abies | Eiben | Taxus baccata | Lärchen | Larix decidua | Douglasien | Pseudotsuga menziesii | Lebensbäume | Thuja occidentalis | Thuja plicata | Wacholder | Juniperus communis | Juniperus sabina