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Zerreiche
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Zerreiche
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Zerreiche

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Buchengewächse (Fagaceae)
Gattung: Eichen (Quercus)
Art: Zerreiche
Wissenschaftlicher Name
Quercus cerris
L.

Die Zerreiche (fachsprachlich Zerr-Eiche, Quercus cerris L., auch Zirneiche) ist eine Laubbaum-Art aus der Gattung der Eichen (Quercus) in der Familie der Buchengewächse (Fagaceae).

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Beschreibung
  • 2 Vorkommen
  • 3 Nutzung
  • 4 Literatur
  • 5 Einzelnachweise
  • 6 Weblinks

Beschreibung

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Winterknospen mit erhaltenen, pfriemlichen Nebenblättern
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Blatt der Zerreiche
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Zerreiche mit Früchten

Die Zerreiche kann bis 35 Meter hoch werden und erreicht ein Alter bis 200 Jahre. Sie hat eine breite Krone und bildet früh eine dicke, harte, dunkelgraue, längsrissige Borke. Die jungen Austriebe sind kurzfilzig behaart, die Knospen sind von unverwechselbaren, bis 2 Zentimeter langen fadenförmigen Nebenblättern umgeben. Die bis 13 Zentimeter langen Blätter stehen wechselständig und sind tief buchtig gelappt. Sie sind lederig, beidseitig rau, oberseits dunkelgrün, unterseits filzig und graugrün.

Die Zerreiche ist einhäusig und blüht im Mai, die Eicheln reifen im zweiten Jahr im September bis Oktober. Die Eicheln sind bis 3 Zentimeter lang und sitzen bis zur Hälfte in der stacheligen Cupula.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.[1]

Vorkommen

Die Zerreiche hat ein (ost-)submediterranes Verbreitungsgebiet. Natürlichen Ursprungs ist sie in Südfrankreich, Italien, Südosteuropa und auf der Balkanhalbinsel bis zum Westrand des Schwarzen Meeres, ferner im Tessin, in Südtirol, Mähren, Niederösterreich, im Burgenland und in der Steiermark. Sie fehlt auf der Iberischen Halbinsel, Korsika und Sardinien. Bei den Zerreichen auf dem Kaiserstuhl und den Haßbergen ist unklar, ob sie natürlichen Ursprungs oder durch Anpflanzungen aus der Zeit der Römer eingebürgert sind. Angepflanzt wurden sie mit Sicherheit in England und Nordwestfrankreich.

Die Zerreiche bevorzugt sommerwarme, nährstoffreiche Böden. Sie hat eine große ökologische Amplitude und kommt sowohl auf Kalk- wie auf saurem Silikatgestein vor. Sie steigt von der Ebene bis in mittlere Gebirgslagen mit Höhen bis 1250 Meter NN hoch. Die Zerreiche bildet Mischwälder mit der Blumenesche, der Flaumeiche, der Hopfenbuche und anderen Laubbaumarten.

Nutzung

Die Zerreiche ist ein wichtiges Waldgehölz in Süd- und Südosteuropa. Ihr Holz ähnelt der Stieleiche und findet ähnliche Verwendung. Der Splint ist aber breiter und das rotbraune Kernholz ist dichter und härter. Dadurch schwindet das Holz stärker und ist schwerer zu spalten. Die Zerreiche wird oft als Niederwald zur Brennholzgewinnung bewirtschaftet. Die Eicheln dienen als Schweinefutter, die Zweige werden als Viehfutter geschneitelt. In Mitteleuropa ist die Zerreiche ein beliebter Parkbaum.

Literatur

  • Peter Schütt, Hans-Jürgen Schuck, Bernd Stimm (Hrsg.): Lexikon der Forstbotanik. ecomed, Landsberg/Lech 1992, ISBN 3-609-65800-2, S. 427–428.

Einzelnachweise

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 318.

Weblinks

Bild anzeigen Commons: Zerreiche – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Bild anzeigen Wiktionary: Zerreiche – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Bild anzeigen Wiktionary: Zirneiche – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Bild anzeigen Wiktionary: Quercus cerris – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  • Quercus cerris L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am 4. Oktober 2015.
  • Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)

 


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