RODĒNA.DE > RODĒNA Heimat- und Sachkunde Saarlouis-Roden > Laub- und Nadelbäme Heimatkunde Roden
heimatkunde.rodena.de . RODĒNA Heimatkundeverein Roden e.V. - Lebendige Rodener Heimatforschung Roden - Lebendige Rodener Heimatkunde
 
 
 
Startseite
 
heimatkunde.rodena.de
 

 
Ahornsirup
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bild anzeigen
Kanadischer Ahornsirup

Ahornsirup ist der eingedickte Saft – die Literatur spricht sowohl von Xylemsaft als auch von Phloemsaft – des Zucker-Ahorns (Acer saccharum), seltener des Schwarzen Zucker-Ahorns (Acer saccharum ssp. nigrum).[1]

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Bestandteile
  • 2 Ernährungshinweise
  • 3 Produktion
    • 3.1 Legende
    • 3.2 Früher
    • 3.3 Heute
  • 4 Klassifikation
  • 5 Sonstiges
  • 6 Siehe auch
  • 7 Weblinks
  • 8 Einzelnachweise

Bestandteile

Der Pflanzensaft enthält neben Wasser folgende Bestandteile:[2]

  • Saccharose
  • Mineralstoffe
  • Fructose
  • Proteine
  • Äpfelsäure
  • Glucose (nur gegen Ende der Erntezeit nachweisbar).

Ernährungshinweise

Bild anzeigen
Pancakes mit Ahornsirup als Süßungsmittel

Ahornsirup ist ein Süßungsmittel und enthält neben Wasser hauptsächlich Saccharose und Fructose. Zu einem kleinen Teil liegen Fructose und Glucose als Einfachzucker (Monosaccharide) vor.

Produktion

Legende

Der Überlieferung nach soll einem Jäger der Irokesen bei der Heimkehr der süße und aromatische Duft über der Kochstelle aufgefallen sein. Seine Frau hatte offenbar Regenwasser aus einem ausgehöhlten Stamm unterhalb eines Ahornbaumes verwendet. Als auch die Speise süß schmeckte, erkannte man den Zusammenhang. Fortan hackten die Indianer ihre Tomahawks in die Rinde der Ahornbäume und fingen den herausrinnenden Saft auf. Sie legten erhitzte Steine (Kochsteine) in den Saft und erzeugten so den dickflüssigen Sirup.

Früher

Bild anzeigen
Traditionell wird der Saft des Ahorns in Eimern aufgefangen.

Die Herstellung von Ahornsirup wurde von den Indianervölkern im Nordosten Nordamerikas erfunden. Von Ende Februar bis April, sobald längerer Sonnenschein tagsüber schon für höhere Temperaturen sorgt, nachts aber noch der Frost herrscht, beginnen die Bäume, in den Wurzeln gespeicherte Nährstoffe in die Knospen zu transportieren. Durch Anbohren des Stammes kann ein Teil des Pflanzensaftes entnommen werden, ohne dem Baum bedeutenden Schaden zuzufügen. Der gesammelte Pflanzensaft wird traditionell durch Kochen über einem Holzfeuer eingedickt, bis der Sirup einen Zuckergehalt von etwa 60 % hat. Durch das Kochen karamellisiert der Zucker und gibt dem Sirup einen Teil seines charakteristischen Aromas. Ein kleiner Teil der Ernte wird zu Ahornzucker weiterverarbeitet.

Heute

Bild anzeigen
Plastikschläuche zum Sammeln des Ahornsaftes

Heute verbindet man die Bäume über regelrechte Plastikpipelines mit Sammelcontainern. Aus diesen wird der Saft automatisch in Tankwagen gepumpt, die den Rohstoff in zentrale Produktionsstätten bringen, wo er zu Sirup eingekocht wird. Im Amateurbereich feiert man die Prozedur des Einkochens mit der traditionellen Sugaring-off Party.

Für einen Liter Ahornsirup werden etwa 30 bis 50 Liter Saft benötigt, die ein einzelner Baum in etwa zwei Wochen hervorbringen kann. Erst ab einem Alter von 40 Jahren eignen sich die Bäume zum Entsaften. Das Hauptproduktionsland ist Kanada (80–90 % der weltweiten Produktion werden in und nahe der Provinz Québec erwirtschaftet), in den USA gilt Vermont als Hochburg des Ahornsirups.

Neuerdings wird auch Umkehrosmose verwendet, um den Sirup herzustellen. Farbe und Geschmack eines so hergestellten Sirups unterscheiden sich allerdings vom Originalprodukt.

Ahornsirup ist ein typischer Bestandteil der nordamerikanischen Küche und wird zu Waffeln, Pancakes, Eiscreme oder anderen Desserts gereicht.

Klassifikation

Seit 13. Dezember 2016 haben die USA und Kanada ein gemeinsames einheitliches Klassifizierungssystem. Das Kriterium für die Einstufung ist die Menge an gelbem Licht von 560 nm Wellenlänge, die durch 10 mm Sirup hindurchscheint. Generell gilt: je heller, desto besser, dann ist das Aroma feiner und milder. Ein dunkler Sirup weist dagegen fast herbe und sehr kräftige Noten auf. Die Güteklasse processing grade ist in den USA auf Grund der Unreinheiten im Sirup für den Direktverbrauch verboten. Der Sirup sollte nur als Zutat für die Weiterverarbeitung (zum Beispiel zum Geschmackfärben von Tabak) oder zum Kochen verwendet werden. Da Ahornsirup Vitamine und einige Mineralstoffe enthält, gilt er in Nordamerika als sehr gesund. Die in den USA gültige Qualitätseinteilung darf nicht mit den in Europa gültigen Einteilungen (AA–D) verwechselt werden:

Bild anzeigen
Verschiedene Qualitätsgrade von Ahornsirup
Europäischer Qualitätsgrad: neuer, gemeinsamer kanadischer - US Qualitätsgrad[3] ehemaliger kanadischer Qualitätsgrad: ehemaliger US Qualitätsgrad: Geschmack: Helligkeit: Lichtdurch-lässigkeit
AA Grade A,

golden colour

delicate taste

No. 1 extra light A light amber fein-mild sehr hell 75–100 %
A Grade A

amber colour

rich taste

No. 1 light (clair) A medium amber mild aromatisch hell 60–74 %
B Grade A

dark colour

robust taste

No. 1 medium A dark amber kräftig mittel 44–59 %
C Grade A

very dark colour

strong taste

No. 2 amber B sehr kräftig dunkel (bernstein-farben) 27–43 %
D Processing grade No. 2 dark intensivst sehr dunkel 0–26 %

Sonstiges

Ahornsirup wird immer häufiger mit Zuckerwasser gepanscht und damit verfälscht. Im kanadischen Landwirtschaftsministerium befürchtet man, dass Europa mit Billigsirup aus China überschwemmt werden könnte.[4]

Siehe auch

  • Birkensaft
  • Montpelier (Vermont)
  • Manna-Esche

Weblinks

Bild anzeigen Commons: Ahornsirup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Bild anzeigen Wiktionary: Ahornsirup – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  • New England Maple Sirup Museum, Vermont (englisch)

Einzelnachweise

  1. Murray W. Nabors: Botanik: Studium Biologie. Pearson Studium, München/Boston u. a. 2007, ISBN 978-3-86894-040-4, S. 140.
  2. von oekolandbau.de zu Fruchtdicksäften, u. a. Ahornsirup@1@2Vorlage:Toter Link/www.oekolandbau.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) Bild anzeigen Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis..
  3. Government of Canada,Canadian Food Inspection Agency,Domestic Food Safety Systems and Meat Hygiene Directorate: Labelling Requirements for Maple Products. Abgerufen am 8. März 2017 (englisch).
  4. Falsche Süße: Immer häufiger wird Ahornsirup gepanscht - mit schnödem Zuckerwasser, November 2013.

 


Dieser Text stammt aus der Wikipedia. Bitte bearbeiten Sie ihn dort, damit die Änderungen allen zu Gute kommen. Danke.

Zum Bearbeiten öffnen | Versionsgeschichte des Artikels | Lizenzbestimmungen der Wikipedia

 

 


Dieser Text stammt aus der Wikipedia. Bitte bearbeiten Sie ihn dort, damit die Änderungen allen zu Gute kommen. Danke.

Zum Bearbeiten öffnen | Versionsgeschichte des Artikels | Lizenzbestimmungen der Wikipedia

 

 

Laubbäume

Laubbäume | Buchen | Fagus sylvatica | Carpinus betulus | Ostrya carpinifolia | Eichen | Quercus robur | Quercus petraea | Quercus pubescens | Quercus rubra | Quercus cerris | Ahorne | Ahornsirup | Acer platanoides | Acer pseudoplatanus | Acer campestre | Platanen | Ahornblättrige Platane | Eschen | Fraxinus excelsior | Fraxinus ornus | Birken | Betula pendula | Betula pubescens | Linden | Tilia cordata | Tilia platyphyllos | Pappeln | Populus nigra | Populus alba | Populus tremula | Edelkastanie und Rosskastanie | Castanea sativa | Aesculus | Aesculus hippocastanum | Ulmen | Ulmus minor | Ulmus laevis | Ulmus glabra | Erlen | Alnus glutinosa | Alnus incana | Weiden | Salix alba | Trauerweide | Salix viminalis | Salix caprea | Salix purpurea | Salix fragilis | Salix pentandra | Haseln | Corylus colurna | Walnussgewächse | Juglans regia | Weißdorn | Crataegus monogyna | Crataegus laevigata | Mehlbeeren | Sorbus aria | Sorbus aucuparia | Sorbus domestica Speierling | Sorbus torminalis Elsbeere | Maulbeeren | Morus nigra | Morus alba | Apfelbäume | Malus sylvestris | Malus domestica | Apfelsorten | Birnbäume | Gute Luise | Williams Christ | Forellenbirne | Pyrus pyraster | Steinobstgewächse | Mespilus | Prunus armeniaca | Prunus avium | Prunus cerasifera | Prunus cerasus | Prunus domestica | Zwetschge | Prunus persica | Prunus padus | Prunus serotina | Prunus spinosa | Prunus mahaleb | Mahlab | Holunder | Sambucus nigra | Robinien | Robinia pseudoacacia | Sonstige Laubbaumarten | Hippophae rhamnoides | Cytisus scoparius | Cydonia oblonga | Frangula alnus | Eingeführte Laubbaumarten | Syringa | Liriodendron tulipifera | Magnolien | Tulpen-Magnolie | Immergrüne Magnolie | Gurken-Magnolie | Ginkgo biloba

Nadelbäume

Nadelbäume | Kiefern | Pinus nigra | Pinus mugo | Pinus sylvestris | Pinus cembra | Tannen | Abies alba | Abies nordmanniana | Fichten | Picea abies | Eiben | Taxus baccata | Lärchen | Larix decidua | Douglasien | Pseudotsuga menziesii | Lebensbäume | Thuja occidentalis | Thuja plicata | Wacholder | Juniperus communis | Juniperus sabina